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Böckenholt besiegt die Berge 

Von Henning Meyer-Veer

Dickenberg. Wolkenverhangener Himmel, starker Wind, gefühlte Temperaturen von um die 6 Grad Celsius und doch lauter strahlende Gesichter – wie geht das zusammen? Die Lösung: Die Läufer bei den 11. Riesenbecker Sixdays waren froh, dass sie die Berge bezwungen hatten. An der Führung änderte sich nichts: Antien van der Vegt (Hoogeveen) und Thomas Böckenholt (ESV Münster) behielten den Platz an der Sonne – auch bei bedecktem Himmel.

Die vierte Etappe von Mettingen auf den Dickenberg gilt gemeinhin als das härteste Teilstück der Riesenbecker Sixdays. Zu sehen war das am Dienstagabend deutlich, denn den ankommenden Läufern stand im Ziel trotz des obligatorischen Lächelns die Anstrengung deutlich ins Gesicht geschrieben. Als erster Teilnehmer kam – wie bei den drei Etappen zuvor – Thomas Böckenholt ins Ziel. In 1:07,49 Stunden war er zwar deutlich langsamer als Daniel Gidumbanda vor zwei Jahren, aber dennoch unangefochtener Sieger. Und er genoss nicht nur den Zieleinlauf, sondern die gesamte Etappe. „Das war für mich bislang das schönste Teilstück“, sagte der Sixdays-Debütant und heißeste Anwärter auf den Gesamtsieg nach seiner Ankunft im Zielbereich. Auch die berge hätten ihm inm Endeffekt nicht die größten Probleme bereitet. „Da kann ich drücken ohne Ende“, so Böckenholt. In der Gesamtwertung liegt er nach vier Etappen etwas mehr als sechs Minuten vor dem niederländer Lamko Hulzebos aus Hoogeveen, der am Dienstag 1:09,20 Stunden unterwegs war. Schnellster TE-Stareter war Ingo Richter (Marathon Ibbenbüren) mit 1:13,24 Stunden, der als Gesamtachter nun auch in dieser Wertung bester Starter aus dem Tecklenburger Land ist.

Bei den Frauen setzte Antien van der Vegt aus den Niederlanden ihren Siegeszug ebenfalls unbeirrt fort. Sie gewann die vierte Etappe in 1:21,17 Stunden und baute ihre Führung auf die zweitplatzierte Stephanie Warner aus senden noch aus, die am Dienstagabend 1:24,28 Stunden auf er Strecke unterwegs war. In der Gesamtwertung liegt van der Vegt mehr als 13 Minuten vor ihrer Verfolgerin. Der Sieg dürfte ihr kaum noch zu nehmen sein.

Am Mittwoch geht es für die Läufer dann vom Dickenberg auf einigen Umwegen hinunter ins Sportzentrum Ost, wo das Ziel der vorletzten Etappe ist.